der poet Den Rhythmus zum Schreiben kommt aus meinem inneren Empfinden von Musik und Malerei. Ein Gefühl Erlebtes und Gespürtes in Worte zu fassen. Über 300 Liedertexte und Geschichten sind so über Jahre entstanden. Eine Reise durch meine Gedankenwelt, die nie zur Ruhe kommt. Worte die in meiner Musik und meinen Bildern die selben Schwingungen erkennen lassen. Mit ein paar Beispielen möchte ich einige Liedertexte und Geschichten aus meinen Büchern vorstellen.
Dialekt
Er isch vu Drooge obr Wieler dahui
und er schwetzt, sit er schwetzt, Dialekt,
weil de Vatr und d’ Muttr hond zu ihm gseit:
„Mit Dialekt, do isch alls so direkt!“
Wenn ihm amol ebbs it groted,
hond dia Wörtr a unheimliche Kraft.
Hochdeitsch sind fir ihn gsägte Brettr,
im Dialekt isch de Wald no im Saft.
Fir ihn isch as s‘ Leabe, d’ Freind und ‘s Dahui
und mit Hochdeitsch deat er sich schwer.
Er ecked oft a, doch deas macht ihm nix us,
sien Dialekt dean gäb er nie her.
Ma seit uf Hochdeitsch klingts supr,
in Italienisch duats guat,
uf Englisch do isch alls an Hit.
Doch er schwetzt hald so wie bei is umanand,
vrschtoht man oh öfters mol it.
As war im Zug zwische Hamburg und Kiel,
do sitzt uiner ihm wiesawie
und noch a paar Wörtr, do lacht er ihn a
und seit: „Du musch doch vom Allgai si.“
Er fangt a zum schwetze und vrzellt vu dahui,
Herrgott, dia Schproch duat mr guat!
Hochdeitsch raschlet fir mi wie a Zitung,
de Dialekt rauscht in mir dinn wie ‘s Blut.
Ma seit uf Hochdeitsch klingts supr,
Italienisch duats guat,
uf Englisch do isch alls so perfekt.
Doch er schwetzt hald so wie bei is umanand,
do isch drfir alls so direkt.
Viehschoid
„Du Xaver, i war doch leatscht Wuche uf dr Viehschoid z‘ Moierhöfe. I muaß sage: Verruckt! Do isch vielleicht dr Punk abgange.
Am Donnerschdag isch as losgange mit de Alpepartisane. ‘s Feaschtzelt gschteckt voll und d’ Wiebr hond glei uf de Disch danzed, butzvrruckt. I bi so zwische drei und viere hui gange.
Am nächschte Dag ho i Urlaub gnomme, weil do isch as glei mit ‘m Frühschoppe losgange. Und z’ Obed hond se nocher de Toni us Tirol igfloge. Dear hots oh wiedr kearig krache long. Glaubsch, Autos sind do im Mohrers Feald gschtande, wie vor de Allianz Arena z’ Münche. Deam si Wiese hot dear am nächschte Dag sichr numm kennt, dia hond se ganz schä zemmetgnudled.“
„Jo Egiede, und am Samstag bisch nocher oh no gweah bei deana fröhliche Mölltaler!“
„Jo deas kasch aneah. Bei ra Vieschoid - do bi i debei.“
„Und wenn war nocher dr Alpabtrieb mit de Kieh und de Alphirte?“
„Kui Ahnung, i ho gar kui Kieh gseah. Abr i muaß sage: So a Viehschoid isch scho a geils Event, deas sotted se öfters im Johr mache.“
Deas kluine Glück

„Jo Josef, i frog mi oft wie du deas machesch mit diene fief Kiah. Do kasch jo gar numm iberleabe. Mir hond zwanzg, aber wenn Gudrun it zum Butze gieng und i halbdags in Baywa zum Schaffe, do deated mir ganz dumm us dr Wäsch gucke.“

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